Seit über zwei Jahrzehnten setzen sich
Wissenschaft, Gesetzgebung sowie Vereinigungen und Tagungen mit
den Themen Datenschutz und Informationssicherheit auseinander.
Seit über zehn Jahren rühmen sich private Unternehmen
und öffentliche Verwaltungen, Datenschutz und Informationssicherheit
seien gewährleistet und für sie zum «daily business» geworden.
Ein genaueres Hinsehen zeigt, dass es in Firmen und Verwaltungseinheiten
oft zwar entsprechende Konzepte gibt, dass aber trotzdem nicht
garantiert ist, dass Datenschutz und Informationssicherheit rechtzeitig
und angemessen berücksichtigt werden – die Krux liegt
in der Implementierung.
Wie kann sichergestellt werden, dass Datenschutz und Informationssicherheit
in die Prozesse integriert werden und die Konzepte und Massnahmenpläne – wenn
es sie gibt – nicht bloss Papier bleiben? Wie verhindert
man zudem, dass die vorhandenen, aber unbenutzten Instrumente über
bestehende Risiken hinwegtäuschen? Wie können IT Security
Officers und Datenschutzbeauftragte rechtzeitig einbezogen und
in ihrer Aufgabe unterstützt werden? Kurz: Wie sorgen wir
dafür, dass die Ziele und Anforderungen des Datenschutzes
und der Informationssicherheit tatsächlich und wirksam umgesetzt
werden?
Die Frage der Implementierung von Datenschutz und Informationssicherheit
in Prozessen der Privatwirtschaft und Verwaltung steht im Zentrum
des Symposium on Privacy and Security 2007. Ausgewiesene Fachleute
beleuchten einzelne Aspekte und stellen sie in einen grösseren
Zusammenhang. Instrumente wie Datenschutz- und Informationssicherheits-Managementsysteme,
Standardisierungen oder Zertifizierungen werden diskutiert, und
die Wirksamkeit von prozessorientierten und objektorientierten
Ansätzen sowie die erforderlichen Funktionen und Strukturen
untersucht. Insbesondere wird auch dargelegt, was die Revision
des Bundesdatenschutzgesetzes für den Datenschutz und die
IT in der Praxis bedeutet – auch dort, wo Datenschutz und
Informationssicherheit gemäss der geltenden Gesetzgebung bereits
implementiert sind.
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